Wer möchte an der digitalen Zukunft mitwirken?

Mobile Videotelefonie wird in Zusammenarbeit mit der Sozialstation Trendelburg erforscht.

Seit sechs Monaten befinden sich in Trendelburg und Deisel mobile Videotelefone – sogenannte Telepräsenz-Systeme – im Einsatz, um deren Anwendung und Tauglichkeit in der Alltagsbegleitung von pflege- und betreuungsbedürftigen Seniorinnen und Senioren zu überprüfen.

Was ist ein Telepräsenz-System und wozu dient es?

Zur Gruppe der Telepräsenz gehören technische Systeme, mit denen zwei oder mehrere Personen von verschiedenen Orten aus – z.B. die Tochter befindet sich in München und der Vater in Trendelburg – per „Videotelefonie“ miteinander sprechen und sich dabei sehen können. Aber anders als bei Videotelefoniesystemen für Computer, Tablets oder Handys (wie beispielsweise „Skype“) sind Telepräsenz-Systeme mobil und können ferngesteuert werden. Dies bedeutet, dass die Tochter in München das System per Fernsteuerungsfunktion in der Wohnung des Vaters in Trendelburg umherfährt, zum Vater hinfährt oder ihn in der Wohnung begleiten kann. Durch das „Ausrichten“ des Telepräsenz-Systems auf die Person kann quasi eine normale Gesprächssituation hergestellt und die gegenseitige Teilnahme am Alltag ermöglicht werden.
Beispielsweise können sich Gesprächspartner zu einer vereinbarten Uhrzeit zum „gemeinsamen Kaffeetrinken“ (die Tochter in München/der Vater in Trendelburg) verabreden oder sich Dinge (z.B. ein Brief der eingegangen ist) zeigen – statt sie „nur“ am Telefon beschreiben (zu müssen). Wie das Wetter gerade ist, kann „gemeinsam“ betrachtet werden indem der Monitor zum Fenster gedreht oder auch das gesamte System (hin) gesteuert wird und so den gemeinsamen Blick aus dem Fenster ermöglicht. Beim Kontakt über ein Telepräsenz-System können sich die Gesprächspartner demnach nicht nur hören und dabei einfühlen wie es dem „Gegenüber“ gerade geht, sondern auch sehen und anschauen und Räume in der Wohnung gemeinsam aufsuchen.

Im laufenden Forschungsprojekt werden unter anderem die Telepräsenz-Systeme Double und Amy eingesetzt. Je nach Ausstattung der Systeme, gibt es neben den oben beschriebenen Nutzungsmöglichkeiten weitere Optionen, wie z.B. Sprachsteuerung, Abspielen von Filmen oder Musik oder internetbasierte Programme.

Im Zentrum dieses zukunftsweisenden Projekts steht demnach die Integration von Telepräsenz-Systemen in den Alltag der Seniorinnen und Senioren und deren Angehörigen. Damit verbunden ist der Ansatz, dass Gewohnheiten und Abläufe beibehalten und durch moderne Technik unterstützt werden.

Das Telepräsenz-System im Einsatz bei Familie Engelbrecht

Ihr Leben lang lebt Hedwig Engelbrecht in
Deisel, und seit ihr Ehemann vor 15 Jahren verstarb, ist sie alleine im Haus. Ihr Sohn Bernd besucht sie regelmäßig mehrmals in der Woche und „schaut nach dem Rechten“. Hierzu muss er einen Weg von 20 Minuten zurücklegen. Hier und da braucht Frau
Engelbrecht Unterstützung und freut sich über Abwechslung. „So oft ich kann, fahre ich zu Mutter“ so der Sohn.

„Seit wir das Telepräsenz-System im Haushalt der Mutter haben, ist es für uns alle einfacher geworden: Wir sprechen und sehen uns täglich mehrmals, ich kann mich kurz zuschalten, um zu sehen ob Mutter etwas braucht, mit ihr einfach nur einen Tee trinken und ein wenig erzählen und sehen, wie es ihr geht“ lässt Bernd Engelbrecht den RoboLand Projektmitarbeiter Dr. Dammert in einem Gespräch wissen und freut sich, dass seine Mutter dies offenbar auch so sieht.

Sie hat sich schon daran gewöhnt, dass Sohn Bernd oft „zwischendurch“ auf dem Monitor des Telepräsenz-Systems zu sehen ist. Auch Schwiegertochter Elfi schaltet sich gelegentlich am Mittag beim Kochen auf das System und sieht Frau Engelbrecht, die ebenfalls mit Kochen beschäftigt ist. „Dann kochen wir einfach zusammen und sehen und unterhalten uns dabei“, berichtet sie.

Das System hat zwar im Moment seinen festen Platz in der Küche, es könnte aber auch per Fernsteuerung, in andere Wohnbereiche gesteuert werden. „Bis jetzt habe ich es nur einmal am Abend umherbewegt und ein anderes Mal, als das Fenster einmal offen stand, ohne dass Mutter im Raum war. Ich konnte schauen, wieso das so ist“, meint Bernd Engelbrecht. Dass er aber auch das Gerät in andere Räume der Wohnung steuern und dort schauen könnte, ob alles in Ordnung ist, beruhigt ihn sehr.

Was ist das Ziel des Projektes RoboLand?
Mithilfe der im Projekt RoboLand gesammelten Informationen und Daten soll das Wissen über die Lebens- und Alltagswelt von Seniorinnen und Senioren ebenso erweitert, wie Erkenntnisse für die technische (Weiter-)Entwicklung von Unterstützungssystemen und die dafür notwendige Infrastruktur gewonnen werden. Vor allem aber sollen Erkenntnisse generiert werden, die für pflege- und betreuungsbedürftigen Seniorinnen und Senioren, Angehörige und Professionelle innovative und zukunftsweisende Versorgungsoptionen eröffnen. ||

Wer kann am Projekt teilnehmen?
Seniorinnen und Senioren, die in ihrem Alltag Unterstützung bei der Pflege und Betreuung benötigen und moderne Technik nutzen wollen.

Haben Sie Interesse am Projekt und an der Entwicklung einer zukunftsweisenden Kommunikationstechnologie bzw. möchten Sie die vorgestellte Videotelefonie nutzen, dann melden Sie sich bei uns.

Wir freuen uns auf Sie!

Kontakt:
Dr. Matthias Dammert
Tel. +49 661 9640-6486
E-Mail: matthias.dammert@pg.hs-fulda.de

Prof. Dr. Helma M. Bleses
Email: helma.bleses@pg.hs-fulda.de
Hochschule Fulda – University of Applied Sciences
Fachbereich Pflege und Gesundheit
Leipziger Straße 123 | 36037 Fulda

FÖRDERUNG
Das Projekt RoboLand (Laufzeit 2016-2019) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Förderlinie „Soziale Innovationen für Lebensqualität im Alter“ (SILQUA-FH) gefördert. Verbundpartner sind die HS Fulda (Projektleitung Prof. Dr. Helma M. Bleses; Förderkennzeichen 13FH008SA6) und die HS Bonn-Rhein-Sieg (Projektleitung Prof. Dr. Erwin Praßler; Förderkennzeichen 03FH008SB6). Hochschulpartner sind die Technische Universität Dortmund und die Fachhochschule St. Gallen/Schweiz, Praxispartner sind der Vogelsbergkreis und die Stadt Trendelburg.

Im Projekt RoboLand stark eingebunden sind Studierende aus den Bachelorstudiengängen „Pflege“ / „Pflegemanagement“ und dem Masterstudiengang „Publik Health“ der Hochschule Fulda sowie Studierende der Hochschulen St. Gallen und Bonn-Rhein Sieg.

Projektpräsentation am „Tag der offenen Tür“ der Sozialstation – Sonntag 8. Juli, während des Trendelburger Sonntagsmarktes. Das Forschungsprojekt „RoboLand“ wird den
Besuchern am 8. Juli präsentiert. ||

MASSANFERTIGUNGEN&MEHR

Mehr als Maßanfertigungen – geht das? Mal gucken!

Wir haben das Schuhhaus Schwarzkopf in der Friedrichstraße in Bad Karlshafen besucht, um uns mit Heidrun und Jens Schwarzkopf über das Handwerk und die individuellen Produkte, Beratungs- und Dienstleistungen Ihres über 100-Jährigen Traditionsunternehmens zu unterhalten.

Herr Schwarzkopf, an Ihrer Schaufensterfront beschreiben Sie die Leistungsbereiche Schuhhaus, orthopädisches Fachgeschäft, Reparaturen und Fußpflege. Auf den ersten Blick dienen all Ihre Leistungen dem Ziel, dass Ihre Kundschaft „per Pedes“ gut unterwegs ist – richtig?

Jens Schwarzkopf: Ja – genau, aber wir bieten auch noch ein bisschen mehr! Beispielsweise im Bereich Bandagen – hier führen wir ein spezifiziertes Sortiment, das bei Sportverletzungen und Gelenkerkrankungen eingesetzt wird. Mit unserem Sortiment decken wir „von Kopf bis Fuß“ alles ab – Bandagen für den Hals (z. B. Cervicalstütze), den Rücken (z. B. Lumbalbandagen) oder den Fuß (z. B. Sprunggelenkbandage). Damit wir schnell auf die Bedürfnisse unserer Kunden reagieren können, verfügen wir über ein großes Lager und sollten wir einmal nicht die passende Bandage sofort parat haben, ist diese einen Tag später abholbereit.

Zusätzlich haben wir Kompressionsstrümpfe im Programm – bei Krampfadern, Venenerkrankungen oder schweren und müden Beinen, kann das Tragen von Kompressionsstrümpfen [natürlich in modischen Farben] ein Stück Lebensqualität zurückgeben.

Eine wichtige Information, denn gerade Sportverletzungen kommen ja meist von jetzt auf gleich – und wie sehen Ihre Leistungen im Bereich der Orthopädie aus?

Jens Schwarzkopf: Dazu gehören natürlich die Einlagen und orthopädischen Maßschuhe! Beschwerden im Bereich Fuß-Bein-Hüfte oder im Wirbelsäulenbereich können auf eine Fehlstellung des Fußes hindeuten. Wir versorgen unsere Kunden mit individuell für deren Bedürfnisse angefertigte Einlagen, wie Fräseinlagen, für die das Fußprofil computergestützt gescannt wird – nach den entsprechenden Messdaten werden die Einlagen dann gefräst. Natürlich fertigen wir auch Einlagen für Diabetiker.

Unsere orthopädischen Maßschuhe werden von einem Facharzt für Orthopädie verordnet, wenn Einlagen und Schuhzurichtungen nicht mehr ausreichen, um eine Fehlstellung des Fußes auszugleichen. Sie werden bei uns nach dem Maß- und Modellverfahren sowie den individuellen Kundenwünschen angefertigt.

Sie betreiben aber auch noch ein klassisches Schuhgeschäft mit angeschlossener Schuhreparatur – das wird doch mit Blick auf den Onlineschuhhandel sicherlich immer schwieriger – oder?

Heidrun Schwarzkopf: Natürlich beeinflusst der wachsende Onlineschuhhandel den klassischen, stationären Schuhhandel – wir haben allerdings noch genug Potenzial, um uns vom Onlinehandel abzugrenzen, nämlich mit unserer fachlichen Beratungskompetenz und unserem gebündelten Gesamtangebot vor Ort, das sich bis zur Fußpflege erstreckt. Unsere Kunden sollen sich wohlfühlen!

Unsere Zielgruppe sind die Kunden, die in der Tat noch Wert auf die Beratung legen – wir führen die namhaftesten Marken mit der dazugehörigen Auswahl.

Bei uns wird man noch bedient – da lege ich großen Wert drauf!

Mehr als Maßanfertigungen – das geht!
Herzlichen Dank für das informative Gespräch.

Das Trendelburger Rathaus informiert:

Rückstau im Kanalnetz.

Immer häufiger werden der Stadt Trendelburg Schäden angezeigt, die in Kellern oder anderen tiefer liegenden Räumen infolge eines Kanalrückstaus entstanden sind. Durch die Zunahme von Starkregenereignissen kommt es häufiger zu Rückstauungen im Kanalnetz, welche dann bis in die Grundstücksentwässerungseinrichtungen zurückdrücken und Überflutungen in den Räumen unterhalb der Rückstauebene verursachen.

Diese Schäden lassen sich vermeiden, wenn der Hauseigentümer sein Haus, entsprechend den heutigen technischen Möglichkeiten, gegen einen Rückstau aus dem Kanalnetz absichert.

Nach § 5 Abs. 2 der Entwässerungssatzung der Stadt Trendelburg hat sich jeder Hauseigentümer vor dem Rückstau des Abwassers selbst zu schützen. Die Hauseigentümer tragen alle Schäden selbst, die in Folge einer fehlenden oder mangelhaften Rückstauabsicherung eintreten.

Das Kanalnetz der Stadt Trendelburg kann nicht darauf ausgelegt werden, dass jeder Starkregen oder Wolkenbruch sofort abgeleitet werden kann. Die Bauwerke der Kanalisation würden sonst so groß und teuer werden, dass die Bürger, die sie bezahlen müssen, unvertretbar belastet würden. Deshalb muss bei solchen Starkregenereignissen eine kurzzeitige Überlastung des Kanalnetzes und die damit verbundene Störung des Abwasserabflusses in Kauf genommen werden. Hierbei kann es dazu kommen, dass das Abwasser aus den tiefer gelegenen Ablaufstellen im Haus (Bodeneinläufe, Toiletten, Waschmaschinenanschlüsse usw.) austritt, falls diese Ablaufstellen nicht vorschriftsmäßig gesichert sind. Auch wenn es bisher noch nicht zu einem Rückstau kam, kann nicht darauf vertraut werden, dass ein solcher Rückstau – etwa infolge einer unvorhersehbaren Störung im Kanalnetz – für die Zukunft ausgeschlossen ist.

Die Stadt Trendelburg weist daher darauf hin, dass es in der Eigenverantwortung der Hauseigentümer liegt, Räume unterhalb der Rückstauebene mit entsprechenden Rückstauvorrichtungen zu schützen. Als Rückstauebene wird die Schachtoberkante (Kanaldeckel) des Hauptkanals angesehen.

Für grundsätzliche Fragen zum Thema „Rückstausicherung“ stehen Ihnen die städtischen Mitarbeiter der Abwasserbeseitigung zur Verfügung. Bei speziellen Fragen zur Rückstausicherung Ihres Hauses wenden Sie sich bitte an Ihren Fachbetrieb für Installation.

SommerKultur im Wasserschloss Wülmersen

Theater, Weltmusik, Kino

Die SommerKultur 2018 beginnt in der überdachten Herrenhausruine am Freitag, 6. Juli mit dem Konzert „Zoo of Songs“ des Pulsar Trios aus Potsdam. Matyas Wolter an der Sitar, Beate Wein am Klavier und Aaron Christ an den Drums bringen eine groovige Mischung aus Jazz und Worldbeat, mit Wurzeln in der klassischen indischen Musik und vielen Überraschungen.

Weiter geht es am Freitag, 13. Juli mit der Kasseler Band Aching Bones und „Keep on playing Blues“. Die fünf Musiker präsentieren den Blues in allen seinen Facetten, von Funk über Soul bis Rock, interpretieren ihre Lieblingssongs im eigenen Feeling und würzen das Ganze mit Eigenkompositionen.

Clownstheater mit Kaspar & Gaya kommt am Fr., 20. Juli in die Herrenhausruine. Eine Revue voller Poesie und Spielfreude erwartet die Zuschauer mit dem Programm „Blendwerk“. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge werden die kleinen und großen Bösartigkeiten des menschlichen Zusammenlebens auf die Schippe genommen. Mit akrobatischer Körpersprache und artistischen Einlagen schlittert das Clownspaar von einer grotesken Situation in die nächste, um am Ende doch irgendwie ins Happy End zu stolpern.

„Rhythm of Heart“ sind emotionale Interpretationen des Pata Moto Trios am Freitag, 03. August. Gesang, Gitarre und Akkordeon sind die akustischen Zutaten, mit denen ein musikalischer Cocktail aus Pop, Soul und afrikanischen Songs im Stil von Miriam Makeba entsteht.

Tone Fish liefert am Fr., 10. Juli mit „Rat City Folk“ Folkmusik auf hohem Niveau. Das Programm ist irisch, kanadisch, britisch gefärbt und atmet Einflüsse von Mark Knopfler oder Sting. Die Lieder erzählen Geschichten und haben immer ihren ganz eigenen Stil.
Regionales bietet das Mariendorfer Damenquartett mit „Die Premiere und andere Katastrophen“ am Fr., 17. August. Egal wo es die Damen hinzieht, sie singen überall und haben viele kuriose Geschichten im Gepäck.
Alle Konzerte beginnen jeweils um 20:00 Uhr.

Wie immer beschließt das Kulinarische Kino die Wülmersen SommerKultur mit einer gelungenen Mischung aus Menü im stimmungsvollen Hofambiente und Open-Air-Kino in der überdachten Schlossruine. „Grüne Tomaten“ bestimmen am Fr., 24. August und Sa. 25. August das Menü und den Film. Der Abend beginnt um 18:30 Uhr an langer Tafel im Hof. Um 20:30 Uhr beginnt der gleichnamige amerikanische Spielfilm aus dem Jahr 1991 nach dem Roman von Fannie Flaggs.

Am Fr., 31. Aug. und Sa., 1. Sept. endet die Saison mit dem poesievollen Dokumentarfilm „Nomaden der Lüfte“. Nach einem vegetarischen Menü um 18:30 Uhr begleitet Jacques Perrin Zugvögel auf ihrer Reise um den Erdball.
Anmeldungen für das Kulinarische Kino (Voraussetzung zur Teilnahme am Menü) bei Fa. Baumann, Tel. 05675-5300. Der Kinobesuch ist auf Spendenbasis auch ohne Menü möglich.

Die Kinoabende finden in Kooperation mit dem „kinoSommer hessen“ statt. Alle Veranstaltungen der SommerKultur Wülmersen werden von der Kasseler Sparkasse und der Kulturstiftung des Landkreises Kassel unterstützt. Für das leibliche Wohl der Konzertbesucher sorgt der Förderverein.

Informationen zum Programm unter 05675-7210818 oder www.wasserschloss-
wuelmersen.de/veranstaltungen.